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 Betreff des Beitrags: Dominanz gegenüber unserem alten Hund
 Beitrag Verfasst: So 31. Jan 2010, 07:31 
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Registriert: Do 29. Okt 2009, 11:02
Beiträge: 41
Liebe Casa-Mitglieder, nun brauche ich doch noch mal eure Hilfe - vielleicht kennt sich jemand speziell damit aus. Gerade letzte Woche habe ich über unsere Ungarn-Hündin einen Bericht eingestellt, wie toll doch alles läuft und nun das. Da habe ich mich wohl zu früh gefreut. Aber das bekommen wir auch sicherlich in den Griff.
Also, es geht darum, dass Dania unsere alte Hündin Tonia (12 Jahre) zu Hause sehr dominiert. Um mal ganz kurz Dania für die zu beschreiben, die sie nicht kennen. Sie ist eine ca. 1 jährige Schäfer-Mix-Hündin, sehr verspielt, eigentlich auch super lieb, allerdings auch sehr unsicher, was sie aber gerne überspielt durch Angeberei. Wir haben sie jetzt seit 4 Monaten und sie ist wirklich ein toller Hund. Allerdings muss ich sagen, dass die Pflegestelle, wo wir damals Dania abgeholt hatten, auch ein paar Sachen erzählt hatte, die niedlich wirkten, wo ich aber damals schon dachte, dass sie etwas dominant ist (leider weiß ich aber nicht mehr was das war). Anfangs hatte sie in bestimmten Situationen (z.B. in der Küche) nach unserer Tochter und auch unserer alten Hündin geschnappt. Allerdings nur in die Luft als Warnung. Das hat sich mittlerweile gegeben. Unsere Tonia ist 12 Jahre, mehr als lieb, tut keiner Seele was zuleide, möchte eigentlich nur ihre Ruhe haben und ist einfach ein Seelchen von Hund. Vor Dania hatten wir einen Schäfer-Mix-Rüden, der Tonia absolut verehrt hat. Da wurden die Augen gereinigt, Zecken entfernt, Pfoten sauber gemacht und wenn es sein musste, auch mal die Analdrüse geleert (das fand ich allerdings dann nicht mehr so süß :o ).
Generell achten wir bei Dania schon darauf, dass wir als erste durch die Tür gehen, beim Fressen müssen beide vorher Sitz machen und auf ihren Einsatz warten, aufs Sofa dürfen die Hunde nicht etc. Abgesehen davon, dass sie immer noch hinter unseren Katzen herrennt und dominieren will, in dem sie aufreitet (was bei dem Größenunterschied schon etwas merkwürdig aussieht), dominiert sie unsere Tonia zu Hause auch. Das passiert überwiegend abends, da die Hundedecke neben unserem Bett liegt. Tonia liegt eigentlich den ganzen Tag auf dieser Decke und ist zufrieden mit der Ruhe, die sie dort hat. Wenn es aber nach der letzten Runde abends ins Schlafzimmer geht, versperrt Dania ihr den Weg und stellt sich in die Tür. Da Tonia so ein Typ ist, die dann da steht mit hängendem Kopf, sich irgendwann umdreht und geht, haben wir die Sache bisher geklärt, in dem wir Dania einfach weggerufen haben. Auf der Schlafdecke aber das Gleiche. Wenn Tonia nicht flink genug war und sich vor ihr auf die Decke schleichen konnte, steht Dania auf der Decke und lässt Tonia nicht rauf. Ich denke sie würde dann auch schnappen, wenn Tonia weitergehen würde. Wenn Tonia allerdings ersteinmal liegt, ist das kein Problem. Dann legt sich Dania auch dazu und alles ist okay. So, jetzt aber zu dem Hauptgrund, warum ich schreibe ('tschuldigung, dass die Vorgeschichte so lang war). Gestern haben wir bei Tonia ein Loch in der Lefze entdeckte, dass von einem Reißzahn kommt (sieht ein Blinder). Es ist sehr tief und geht auch fast durch. Da ich ja draußen immer dabei bin und Tonia gar nicht mehr mit anderen Hunden spielt, liegt es auf der Hand, dass Dania nach ihr geschnappt haben muss. Und da blutet mir wirklich das Herz, denn Tonia hat einfach nur ihre Ruhe verdient und nicht auf die letzten (hoffenlich) Jahre noch Stress. Sie hatte es bisher immer so gut und das soll und muss einfach so bleiben! Und Dania muss wirklich doll gebissen haben, das war nicht einfach nur ein kleines Schnappen. Das muss passiert sein, als wir nicht zu Hause waren. Dooferweise weiß ich natürlich deswegen auch nicht, worum es ging. Trotzdem darf das nicht passieren! Wir haben ja auch noch eine kleine Tochter, nach der Dania anfangs ein/zweimal geschnappt hatte in der Küche. Das war eigentlich auch vorbei, aber jetzt bin ich mir gar nicht mehr so sicher ... :cry:
Ach Mensch, ist schon blöde. Ich bin auch am Zweifeln, ob ich jetzt Tonia als erste Fressen gebe, zuerst vor Dania durch die Tür laufen lasse etc. Denn eigentlich haben beide Hunde keine Führungsqualitäten und Tonia ist zufrieden, wenn sie 2 Meter hinter der Eingangstür steht und langsam nach bommelt. Und eigentlich bin ICH doch auch der Chef, oder? Nur was soll ich jetzt machen, um Dania klar zu machen, dass sie in keiner Hinsicht das sagen hat (ob es um die Katzen oder Tonia geht)? Meinem Mann und mir gegenüber zeigt sie auch niiiieee irgendwelche Art von Dominanz, da ist sie absolut friedlich und eher auch unterwürfig.

Ich würde mich wirklich freuen, wenn ihr ein paar Tipps habt.

Liebe Grüße
Daniela


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 Betreff des Beitrags: Re: Dominanz gegenüber unserem alten Hund
 Beitrag Verfasst: So 31. Jan 2010, 11:57 
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Registriert: So 30. Aug 2009, 19:46
Beiträge: 954
Wohnort: Wichsenstein
Wir machen gerade das selbe mit Skara und Cora durch :sick Nur ein bisschen heftiger. Wir schauen uns jetzt auch ein paar Hundeschulen an und werden Skara da vorstellen. Am besten wird es sein wenn du die beiden getrennt fütterst. Dania hat die Rudelführerposition - eindeutig. Und jedesmal wenn du Tonia vorziehst (egal ob es ums schlafen, essen, spielen, streicheln oder Gassi gehen geht), stellst du die Rudelposition in Frage. Dann muss Dania ihre Position neu "klarmachen". Ich habe gemerkt das Hündinnen da die größeren Zicken sind. Bei uns kommt noch das Problem dazu das Cora läufig wird. Im Wolfsrudel ist es so das die Alphahündin nur vom Alpharüden gedeckt werden darf.Da unsere Cora nicht die Alpfahündin ist und Rusty (trotz kastration) "Interesse" zeigt, haben wir momentan ein "Kleines" Problem.
Wir mussten feststellen das Skara JEDEN Fehler von uns sofort ausnutzt. Wenn wir bemerkt haben was wir falsch gemacht haben und dies sofort geändert haben, war das Problem erledigt. Skara nimmt immer gleich die ganze Hand wenn man ihr den kleinen Finger reicht.
Denk mal über eine Hundeschule nach. Aus der Entfernung kann man nicht sagen warum und wieso das passiert. Füttere sie getrennt und versuche keinen zu bevorzugen - so schwer das leider fällt :?

_________________
LG Melli,Micha,Cora,Dunja,Rusty,Sammy,Baby, Scara und ab und zu Flecki

Wundern muß ich mich sehr, daß Hunde die Menschen so lieben; denn ein erbärmlicher Schuft gegen den Hund ist der Mensch.Christian Friedrich Hebbel


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 Betreff des Beitrags: Re: Dominanz gegenüber unserem alten Hund
 Beitrag Verfasst: So 31. Jan 2010, 12:02 
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Registriert: Sa 6. Sep 2008, 20:09
Beiträge: 1561
Wohnort: Zell im Fichtelgebirge
Ich würde auf jedenfall die Decke in eurem Schlafzimmer auf 2 aufstocken. Jeder Hund sollte seine eigene Decke und seinen eigenen Schlafplatz haben. Die
"alte" Decke und der alte Platz sollte bei Tonia bleiben und Dania sollte eine andere bekommen...

_________________
Liebe Grüße
Denise

Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, fühlen Tiere, dass Menschen nicht denken!


CASA TEAM - Denise


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 Betreff des Beitrags: Re: Dominanz gegenüber unserem alten Hund
 Beitrag Verfasst: So 31. Jan 2010, 12:25 
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Registriert: Sa 6. Sep 2008, 20:53
Beiträge: 5202
Wohnort: Gefrees
Mh, mir sieht das eigentlich nicht nach dem Erstreben der Rudelherrschaft aus, sondern schlichtweg nach Mobbing.
Wir erleben das oft bei eigentlich sehr unsicheren und nicht wirklich selbstbewussten Hunden, die sich dann einfach "schwächere" Opfer suchen.........., so wie deine alte Hündin und deine Tochter!!!

Ich denke, hier ist ganz klare Erziehungsarbeit nötig............und ihr müsst eure alte Hündin unterstützen.
Sie wird sich von selbst gegen Dania nicht durchsetzen und somit immer mehr zum "Opfer" werden!

In jedem Falle würde auch ich getrennte Schlafplätze vorsehen!!!!!

Wenn die Beiden alleine sind, Alles was Tonia zum Verhängnis werden könnte wegräumen..........Futter, Spielzeug, einfach Alles was Dania interessant finden könnte!

Wichtig ist herauszufinden, wie solche Situationen von vorneherein vermieden werden können, das diese erst gar nicht entstehen.........sprich, Dania überhaupt nicht als Erstes an die Schlafzimmertür kommen zu lassen.
Z.B. möglich wenn einer von euch mit Tonia als Erstes nach oben geht und der Andere wartet mit Dania noch 2 Min. und kommt dann nach. Das wird sich binnen kürzester Zeit genauso ritualisieren und die Situation is ohne grosse Aktion entschäft!


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 Betreff des Beitrags: Re: Dominanz gegenüber unserem alten Hund
 Beitrag Verfasst: So 31. Jan 2010, 12:42 
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Registriert: Do 29. Okt 2009, 11:02
Beiträge: 41
Vielen Dank für eure Antworten. Ich muss ehrlich gesagt casa zustimmen (tut mir leid, ich weiß nicht, wer sich von dem Casa-Team hinter dem Namen verbirgt ... peinlich :oops: ). Für mich sieht es auch sehr nach Mobbing aus und nicht nach Rudelführerschaft. Passt halt auch ein bisschen zu Dania, da sie wirklich eigentlich ein sehr unsicherer Hund ist. Zwei Schlafplätze hatten sie schon von Anfang an. Aber Dania will halt immer Tonias haben. Aber, wiegesagt, wenn Tonia erstmal liegt, ist das alles auch wieder kein Problem. Dann legt sie sich entweder dazu oder auf ihre eigene Decke (aber meistens legt sie sich dann zu Tonia). Ach so, und das Fressen ist gar kein Problem. Das war anfangs nur und hatte sich aber recht schnell eingespielt. Da müssen wir nur aufpassen, dass Dania nicht an Tonias Napf geht (Dania atmet ihr Essen nämlich nur ein und ist in 2 Sekunden fertig).
Hundeschule ist ganz klar. War auch schon im letzten Jahr einige ausprobieren und sie macht sich auch super. Wobei sie ja uns gegenüber ja sowieso super lieb und eher unterwürfig ist. Aber leider ist schon seit Wochen geschlossen wegen des Wetters :? Ach, was mir gerade noch einfällt als Argument, warum Mobbing auch eher zu Dania "passt". In der einen Hundegruppe durften alle Hunde zusammen in der Pause spielen und Dania scheint offensichtlich das perfekte Mobbingopfer zu sein, da sie immer gemobbt wurde. Egal in welcher Gruppe ich war (Junghunde oder Erwachsene) und egal mit welchen Hunden, es haben sie immer mind. 3 Hunde gemobbt, so dass ich in den Pausen vom Platz gegangen bin. Draußen ist das allerdings noch nicht passiert. Da spielt sie ganz normal mit den Hunden und diese mit ihr. Bis auf jüngere und "schwächere" Hunde. Die staucht sie auch sehr gerne zusammen.

Wir werden auf jeden Fall weiterhin sehr aufpassen und müssen wahrscheinlich einfach ein bisschen umorganisieren beim Reinkommen und wenn sie mal alleine sind wirklich alles wegstellen, was Grund zu Streit geben könnte. Ich hoffe nur, das legt sich irgendwann :(


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 Betreff des Beitrags: Re: Dominanz gegenüber unserem alten Hund
 Beitrag Verfasst: So 31. Jan 2010, 13:25 
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Registriert: Sa 6. Sep 2008, 20:09
Beiträge: 1561
Wohnort: Zell im Fichtelgebirge
Ich glaube Dania legt sich mit der Hoffnung zu Tonia, dass diese irgendwann aufsteht und geht. Ich würde wirklich verstärkt darauf achten, dass jeder auf seinem Schlafplatz bleibt und sich Tonia somit auch nicht bedrängt fühlt...und Dania lernt, dass ihr nicht alles gehört.

_________________
Liebe Grüße
Denise

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CASA TEAM - Denise


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 Betreff des Beitrags: Re: Dominanz gegenüber unserem alten Hund
 Beitrag Verfasst: So 31. Jan 2010, 20:23 
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Registriert: Do 29. Okt 2009, 11:02
Beiträge: 41
Ach so, so habe ich das noch gar nicht gesehen. Aber klar, vielen Dank Denise für deinen Tipp. Das kann natürlich gut sein, dass Dania sich nur zu Tonia auf die Decke legt, damit diese dann irgendwann aufsteht. Sie macht sich nämlich auch immer super breit und Toni hat nur eine kleine Ecke. Das werden wir auf jeden Fall sofort in die Tat umsetzen: Freiheit für Tonia!!!! :herz3

Vielen, vielen Dank für eureTipps!!!


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 Betreff des Beitrags: Re: Dominanz gegenüber unserem alten Hund
 Beitrag Verfasst: So 31. Jan 2010, 20:58 
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Wohnort: Zell im Fichtelgebirge
Viel Glück! :h_twinkle

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